
Variantenvielfalt ist und bleibt ein zentrales Thema im Maschinen- und Anlagebau. Das wurde auf der 14. VDMA Tagung Variantenmanagement am 24.02.2026 erneut deutlich. Die Veranstaltung brachte zahlreiche Fach- und Führungskräfte aus Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb und IT zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze rund um Variantenmanagement zu diskutieren.
Ein zentrales Thema vieler Gespräche und Vorträge war der Einsatz von KI und Automatisierung. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, immer komplexere Produktstrukturen zu beherrschen und gleichzeitig schnelle, fehlerfreie Angebots- und Auftragsprozesse sicherzustellen. Entsprechend groß ist der Bedarf an strukturierten, durchgängigen Lösungen, die Vertrieb, Konstruktion und Fertigung miteinander verbinden.
Ein besonderer Programmpunkt der Tagung war der Praxisvortrag von Herrn Stefan Walter der baumer hhs. Unter dem Titel „Variantenvielfalt im Griff: Mit Eigenschaftskonzept und Automatisierung zum idealen Produktions- und Vertriebstool“ gab er Einblicke in den Weg des Unternehmens hin zu einem strukturierten und durchgängigen Variantenmanagement dank CREALIS.
Im Mittelpunkt stand dabei ein klar aufgebautes Eigenschaftskonzept, welches die Grundlage für eine konsistente Modellierung der Produktvarianten bildet. Statt komplexer, schwer pflegbarer Strukturen entsteht so ein transparentes System, in dem Varianten logisch beschrieben und miteinander in Beziehung gesetzt werden können. Die Folge: Modellpflege wird übersichtlicher, Änderungen lassen sich schneller umsetzen und Produktwissen bleibt dauerhaft verfügbar. Darauf aufbauend zeigte der Vortrag, wie eine durchgängige Konfigurationslösung den Prozess von der Produktanlage bis zum Vertrieb unterstützt. Angebote können schneller erstellt werden, Varianten werden korrekt zusammengestellt und die Ergebnisse lassen sich direkt in nachgelagerte Prozesse überführen. Auf diese Weise entsteht ein Werkzeug, das sowohl den Vertrieb als auch die technischen Bereiche entlastet.

Das Interesse im Publikum war entsprechend groß. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, im Anschluss Fragen zu stellen und sich über konkrete Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen. Besonders spannend war dabei der Blick darauf, wie ein klar strukturiertes Variantenmodell nicht nur den Vertrieb unterstützt, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen verbessert.
Austausch auf der Fachausstellung
Die VDMA Tagung hat deutlich gemacht, dass Variantenmanagement weiterhin eine zentrale Rolle im Maschinen- und Anlagenbau spielt. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Lösungen, die Komplexität reduzieren, Wissen systematisieren und Prozesse über Abteilungsgrenzen hinweg unterstützen.
Der Austausch mit Anwendern und Branchenkollegen hat wertvolle Einblicke geliefert und einmal mehr bestätigt, wie wichtig durchgängige Systeme für ein effizientes Variantenmanagement sind. Wir freuen uns auf die nächste VDMA-Tagung im März 2028!