CPQ- und Produktkonfigurationslösungen gehören zu den Systemen, die im Alltag einfach funktionieren müssen. Angebote entstehen in Echtzeit, Produkte werden konfiguriert, Preise berechnet und Integrationen laufen im Hintergrund. Sobald hier etwas hakt, merken es Vertrieb und natürlich Kunden sofort.
Im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung wurde unserer Plattform damals mit dem Server Monitoring-Feature im Kontext des Kundenprojekts mobile offer gezielt erweitert, mit dem Ziel von reaktivem Support zu proaktivem Plattformbetrieb zu wechseln.
Der Ausgangspunkt war ein klassisches Szenario: Ein Dienst hängt, eine Anwendung wird langsamer und der Kunde meldet den Fehler zuerst. Technisch betrachtet ist das ein Incident. Aus Kundensicht ist es ein Vertrauensproblem nach innen und ein Imageschaden nach außen. Unser Anspruch war deshalb klar: Abweichungen erkennen, bevor sie sichtbar werden.
Vom Reagieren zum proaktiven Betrieb
In einer CPQ-SaaS-Umgebung teilen sich häufig mehrere Kunden eine Infrastruktur (das nennt sich auch multi tenant), während gleichzeitig pro Kunde mehrere Anwendungen und Integrationen laufen. Dadurch entsteht eine komplexe Systemlandschaft, in der klassische „Server läuft / läuft nicht“-Checks nicht ausreichen.
Unser Monitoring basiert deshalb auf eigens entwickelten Routinen, die regelmäßig direkt auf den Servern ausgeführt werden. Sie prüfen zentrale Systemkomponenten, analysieren Ressourcenverbrauch und liefern kontinuierlich Statusinformationen an unser Administrationsteam. Ergänzend führen wir monatlich eine Schwachstellenanalyse mit Greenbone durch, um die Systemlandschaft auch aus Sicherheitsperspektive im Blick zu behalten.
Auf Kundensystemen wie mobile offer erfolgen heute unter anderem:
- zyklische Erreichbarkeitschecks der Anwendungen alle paar Minuten
- Prüfung zentraler Dienste im Minutentakt
- Überwachung von CPU- und Speicherverbrauch
- Monitoring des Speicherverbrauchs einzelner Tomcat-Instanzen
Auffälligkeiten lösen automatisch E‑Mail-Alerts an Administration, Service und Projektteams aus. Wenn ein Dienst ausfällt, wird er umgehend geprüft und neu gestartet und das oft lange bevor Nutzer überhaupt etwas bemerken.
Individualisiertes Monitoring statt Standardlösung
Es gibt viele professionelle Monitoringtools am Markt. Unser Ansatz setzt bewusst auf Individualisierung: Durch die Eigenentwicklung können wir Checks exakt auf unsere Plattform und Betriebsprozesse zuschneiden und kontinuierlich erweitern. Anwendungsausfälle werden heute häufig intern erkannt und behoben, bevor Kunden sie überhaupt wahrnehmen. Reaktionszeiten verkürzen sich, die Plattform wirkt stabiler und das Vertrauen steigt.
Das server monitoring wächst damit vom Projektfeature zum festen Bestandteil unserer Plattform. Mit jedem weiteren Ausbau stärken wir Stabilität, Transparenz und die Zuverlässigkeit unserer CREALIS®-Lösung.
